Zwischen der Teamarbeit im Beruf und bei Teamsportarten gibt es Unterschiede, die zu beachten sind. Grundsätzlich weiß jeder, dass Rudern sich positiv auf die Teamfähigkeit auswirkt. Wer jetzt zweifelt ist gerne eingeladen, sich in einem Schnupperkurs von dieser Aussage zu überzeugen. Worte sagen viel, aber einmal das Erlebnis in einem Vierer oder Achter zu rudern, überzeugt! Wer in die Förderung von Teamfähigkeit investiert, darf mit konkreten Auswirkungen auf die berufliche Tätigkeit rechnen. Die spannendsten Seminare nützen aber nichts, wenn das Gelernte nicht umgesetzt wird, oder umgesetzt werden kann. Jeder Ruderer, oder auch jede Ruderin wird versichern, dass sich die Ausübung dieser Mannschaftssportart positiv auf die Tätigkeit am Arbeitsplatz auswirkt. Man(n) und/oder frau entwickelt ein überdurchschnittliches Aktivitäts- und Energiepotenzial. Rudern verbessert merkbar die Teamfähigkeit im Beruf. Man kann besser mit Ressourcen umgehen und man hat gelernt, mit Kapazitäten zu planen. Und davon profitiert nicht nur der Ruderer, sondern auch die Firma. Bei jedem Mitglied eines Teams sollte man Teamfähigkeit voraussetzen. Beim eigenen Team mit zum Teil unbekannten Mitgliedern lohnt sich zunächst die Klärung der Kernfragen: “Was wollen wir?” und “Passen wir zusammen?” In einem Team wünschen sich alle ein gutes Erlebnis, bzw. Ergebnis! So legen z.B. auch verschieden Universitäten großen Wert auf das aktive ausüben von Teamsportarten bei den Studenten. Genannt sei hier u.a. das legendäre Oxford/Cambridge Rennen im Achter das von fast einer viertel Million Menschen vor Ort beobachtet und von ca. 400 Millionen von Menschen in fast 200 Ländern live am Bildschirm mitverfolgt wird.

Bei der Teamentwicklung gibt es aber auch wichtige Grundsätze die zu beachten sind. Teamfähigkeit fördern, heißt konkret auch mit Kritik umgehen zu können und folgende Gegensätze beachten:

  • Individuelle Identität versus Gruppenidentität
  • Macht des Einzelnen versus Macht des Teams
  • Bedürfnis nach Stabilität versus Bedürfnis nach Veränderung
  • Kräfte die den Zusammenhalt fördern versus Leistungserfüllung des Teams

Ruderer/innen berichten: “.. im Rudersport habe ich viel mögliches und unmögliches erlebt, erfahren und erreicht.” Im Sport lernt man, dass die Wege nicht immer so gerade sind, wie man es sich das erträumt. Zwischendurch muss man Kompromisse schließen, ja vielleicht manchmal auch einen Rückschritt in Kauf nehmen, damit man dem Endziel etwas näher kommt. Und . . . man macht wichtige Erfahrungen:

  • Ich muss wissen, wo ich stehe, denn nur so kann ich den zweiten Schritt einleiten (Ist-Zustand registrieren)
  • Ich muss klare Ziele definieren, denn nur so weiss ich, warum ich eine Sache auch mache (Zieldefinition)
  • Ich muss wissen, wie ich diesen Weg gehen will. Es führen viele Wege zum Ziel, doch nur einer ist der schnellste. Allerdings ist der schnellste Weg nicht immer der sicherste.

So versucht ein guter Trainer seine Mannschaft zu unterstützen und wird ihnen ab und zu auch andere Möglichkeiten aufzuzeigen. Denn nur wenn man immer wieder auch neue Möglichkeiten aufgezeigt, oder andere Möglichkeiten vorgeschlagen bekommt, wird es möglich sein, wunderschöne Erfolge zu feiern. Wie im richtigen Berufsleben!